Berichte aus Down Under

Cairns, den 05. Dezember 2002

RockhamptonNach unserem trä-nenreichen Abschied von Bundaberg ging unsere Reise Mitte November weiter. Als nächstes mach-ten wir Station in Rockhampton, einer mittelgrossen Stadt, die hauptsächlich von der Rinderzucht lebt. Allerdings gefiel es uns dort nicht allzu gut (was wahrscheinlich auch daran lag, dass wir mit unseren Gedanken immer noch in Bundaberg waren), weshalb wir schon nach zwei Tagen wieder abreisten und weiter nach Airlie Beach fuhren.

Airlie Beach ist ein eher kleiner und beschaulicher Ort am Meer, der hauptsächlich vom Tourismus lebt (für unseren Geschmack war es fast zu kommerziell dort). Nichtsdestotrotz genossen wir die Tage am Meer und Strand und erholten uns von unseren "Strapazen" als Melonenpflücker.

barfishUnser hart erarbeitetes Geld investierten wir so zu einem großen Teil in ein nächstes Abenteuer - einen dreitägigen Segeltrip zu den 'Whitsunday Islands' und dem 'Great Barrier Reef'. Drei Tage und zwei Nächte verbrachten wir also mit zehn anderen abenteuerlustigen Touris auf einem kleinen Segelboot, ließen uns den Wind um die Nase wehen, lernten ein wenig über die Kunst des Segelns, genossen - nachdem die anfängliche Seekrankheit überwunden war - die wunderbaren Ausblicke auf das Meer und die Inseln und schnorchelten im Great Barrier Reef, wo wir viele bunte Korallen, Fische und sogar Schildkröten, Rochen und Delfine sahen. So schön diese drei Tage auch waren, wir freuten uns dann doch wieder festen Boden unter den Füßen zu haben und auf eine nicht schaukelnde Dusche, die größer als ein Quadratmeter ist...

So verbrachten wir noch ein paar erholsame Tage in Airlie Beach, bevor wir weiter nach Townsville fuhren. Townsville, eine mit ca. 120.000 Einwohnern etwas größere Stadt, hat uns gut gefallen, weshalb wir insgesamt eine Woche blieben. Davon verbrachten wir allerdings drei Tage auf 'Magnetic Island', einer Insel, die mit der Fähre von Townsville in dreißig Minuten zu erreichen ist. Während wir auf Magnetic Island (wurden von Captain Cook - dem Entdecker Australiens - so benannt, weil sein Kompass verrückt zu spielen schien, als er sich per Schiff der Insel näherte) eher aktiv waren und die Gegend durch einige Wanderungen erkundeten, ließen wir es in Townsville ruhig ange-hen, verbra-chten die Tage am Strand, bummelten durch die Stadt und besuchten das 'Reef H Q', ein Museumskomplex mit mehreren Aquarien.

Als nächstes ging unsere Reise weiter nach 'Mission Beach'. Drei Tage verbrachten wir in einem abgeschie-denen Hostel mitten im Regenwald, was wieder eine ganz neue Erfahrung war. Abgesehen von den etwas merkwürdigen Gestalten (außer ein paar anderen Backpackern wohnten dort nämlich ausschließlich Aussteiger, Alternative und Althippies sowie solche, die es noch werden wollten und praktizierten ihren Lebensstil von "Love & Peace") mussten wir uns noch an das tropische Klima gewöhnen. In dem Ort an sich gab es außer einer Reihe von Hostels und Cafes nichts zu sehen, dafür war der Strand umso beeindruckender, denn der Regenwald ging fast bis zum Meer und somit direkt in den Strand bzw. das angrenzende Riff über. Abgesehen von einem Strandbesuch bestanden unsere Aktivitäten aus Wanderungen durch die tropischen Regenwälder, in denen man mit Glück eines der faszinierenden "Cassowarries" (das sind riesige, straussenähnliche Vögel) sehen kann.

Viele Grüße,
Maren und Anna

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