Berichte aus Down Under

Cairns, den 15. Dezember 2002

Zwei Wochen sind wir jetzt schon in Cairns, der tropischen Hauptstadt von "Far North Queensland" ('FNQ'). Bei unserer Ankunft hier hat es uns fast erschlagen: es herrscht hier eine irre Hitze und zudem ist die Luft an manchen Tagen von einer unglaublichen Feuchtigkeit erfüllt ...

Cairns

Cairns an sich ist nicht besonders sehenswert, denn die Stadt besteht im Grunde nur aus Hostels, Hotels, Restaurants, Cafes, Kneipen und Reisebüros. Mit einem Wort: Cairns ist die reinste Touri-Metropole, das Unterhaltungs-Mekka schlechthin. Und wenn wir nicht bis zum 16.12. hier bleiben müssten (erst dann geht unser Flug nach Sydney), dann hätten wir es wahrscheinlich auch nicht länger als ein paar Tage hier ausgehalten.

Aber so versuchten wir das Beste daraus zu machen, erkundeten in den ersten Tagen die Stadt (nichts weiter als ein verzweifelter Versuch doch noch die schöne Seite der Stadt zu finden...), relaxten am Pool unseres Hostels oder unternahmen Spaziergänge entlang der 'Esplanade' (Küstenpromenade) bis zum Rand der Stadt, wo wir tatsächlich ruhige und schöne Stellen fanden.

Cape Tribulation

Desweiteren fuhren wir für 2 Tage nach 'Cape Tribulation', wo wir Wanderungen durch die schönen (World Heritage) Regenwälder machten oder am endlos langen Strand entlangliefen, wobei wir uns vorkamen wie im Paradies: weit und breit keine Menschenseele und ein traumhafter Strand, wo der Regenwald wie in 'Mission Beach' bis fast zum Wasser geht. (ein Werbeslogan für den Ort lautet deshalb - Cape Tribulation "where the rainforest meets the reef")

Daintree RiverAußerdem machten wir eine 'River Cruise' auf dem 'Daintree River' nahe Cape Tribulation, wo es angeblich von Krokodilen wimmeln soll, wir sahen allerdings nur ein ganz kleines Babykrokodil, das nicht größer als eine Echse war und völlig unspektakulär im Dickicht saß, sodass man es kaum erkennen konnte. Auch wenn wir keine Krokodile zu Gesicht bekamen, was dem Ranger zufolge an der Jahreszeit liegt, so war es dennoch interessant, da wir einiges über Flora und Fauna in tropischen Gewässern und Wäldern erfuhren.

Ein anderes Mal fuhren wir nach Kuranda, einem Ort im höhergelegenen Regenwald-gebiet. Dorthin gelangten wir mit einer Seilbahn, die direkt über Regenwäldern entlangging. Für den Rückweg bestiegen wir einen historischen Zug, der noch aus der Goldgräberzeit im 19. Jh. stammt.

Kuranda Railway

Millaa MillaaEin letzter Ausflug führte uns in die "Atherton Tablelands", einem fruchtbaren Gebiet, das aufgrund des hohen Regenfalls intensiv für die Landwirtschaft genutzt wird, und zu verschiedenen Wasserfällen wie den "Josephine Falls" und den "Millaa Millaa (= aboriginal, "Wasser Wasser") Falls" sowie den angrenzenden Regenwald-gebieten. Mit einem erfahrenen Guide erkundeten wir so einen Tag lang Regenwälder, wobei wir wieder einiges über die unwahrscheinlich große Arten- und Pflanzenvielfalt erfuhren, und konnten in den verschiedenen Seen, Fließgewässern und Wasserfällen baden.

Liebe Grüße,
Maren und Anna

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